Laut

12.10.2021 Afterparty zur Vernissage GEMMA BÖGEN - MIKROKOSMOS VIADUKT

Contrapunkt
10. Oktober 2021
Unsere Unterstützung für die Studierenden der Europäischen Ethnologie der Universität Innsbruck und ihrem
Lehrforschungsprojektes (2020/21).

Afterpartymit Boondogs (Fränz & Friends) (Akustik Folkrock) | Noiseperformance von Johannes & Clemens | LuK (House)  | Micwinc (Techno) | FLOIO (Floh im Ohr) (Tech House)
in der p.m.k. ab 21:00 Uhr

Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse eines zweisemestrigen Lehrforschungsprojektes (2020/21), in dessen Rahmen sich Studierende der Europäischen Ethnologie der Universität Innsbruck einem faszinierenden Mikrokosmos der Stadt ethnografisch angenähert haben: den Innsbrucker Bögen. Der sich über 1700 Meter entlang der Ing.-Etzel-Straße erstreckende Bögenviadukt präsentierte sich ihnen als ein vielschichtiger Raum, in dem drastische Gegensätze widerspruchsfrei zu einer Einheit verschmelzen. In Pandemiezeiten traten zudem neue Facetten der Bögen zum Vorschein – eine ansonsten selten dort anzutreffende Menschenleere und Stille, die den Blick auf die kleinen, unscheinbaren und unsichtbaren Dinge öffneten: Welche wirkmächtigen Materien affizieren die Sinne? Welche „verkehrten“ Ordnungen drängen sich auf? Wo lassen sich liminale Zwischenräume finden? Inwiefern schreiben sich Ethnograf:innen in den Bögen-Text ein? Wie kann das Unsichtbare der Bögen ethnografisch festgehalten werden? Im Modus des Gehens versuchten wir uns sinnlich-körperlich auf die Bögen einzulassen, uns ihrem spezifischen Rhythmus anzupassen und das Flüchtige des gelebten urbanen Raumes in Wahrnehmungsberichten und mit Kameras einzufangen. Auf diese Weise entstanden die hier präsentierten Transitbilder (Michel de Certeau), die nicht nur die Offenheit, Vielschichtigkeit, Multisensualität und Intersubjektivität einer Bögen-Erfahrung dokumentieren, sondern uns daran erinnern, dass wir uns stets selbst in den Bögen-Raum eingeschrieben und diesen aktiv mitgestaltet haben. Insofern lassen sich die Bögen als ein Ort verstehen, der sich erst durch die darin vollzogenen Bewegungen, die kollektiven und individuellen Vorstellungen sowie sinnlichkörperlichen Erfahrungen zu einem gelebten Raum verdichtet. Mit der Schau möchten wir Euch in den kreativen Raumproduktionsprozess involvieren und dazu einladen, mit geschärften Sinnen in den Mikrokosmos Viadukt einzutauchen und einen Bögen-Gang aus der Perspektive ethnografischer Stadtgänger:innen (Johanna Rolshoven) nachzuempfinden: Gemma Bögen!

Die Ausstellung ist vom 13. Oktober bis zum 4. November 2021 im Viaduktbogen 25 zu sehen.
Öffnungszeiten
Mi / Do / Fr
15 - 18 Uhr

Kategorie: Laut