15.12.2016 #diskursiv: Was ist Heterodoxe Ökonomie? 
Einblicke in die Alternativen zur ökonomischen Standardlehre

SoWi: #diskursiv - Was ist Heterodoxe Ökonomie?

Am 15. Dezember fand zusammen mit dem Arbeitskreis Wissenschaft und Verantwortlichkeit die Veranstaltung zum Thema: Was ist Heterodoxe Ökonomie? statt. Der Vortrag wurde von Priv.-Doz. Dr. Jakob Kapeller gehalten.

„Heterodoxe Ökonomie“ fungiert gemeinhin als Sammelbegriff für jene Denkschulen und Traditionen des ökonomischen Denkens, die in wesentlichen Punkten von der neoklassischen ökonomischen Standardlehre abweichen. Vor diesem Hintergrund versucht der Vortrag den Status heterodoxer ökonomischer Ansätze in Forschung und Lehre auszuloten sowie die Frage zu diskutieren, ob und inwiefern die heterodoxe Ökonomie ein eigenständiges Forschungsprogramm bildet, das über die geteilte Kritik an einem dominanten Paradigma hinausgeht.

Jakob Kapeller arbeitet als Ökonom und Philosoph am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie der Johannes Kepler Universität Linz. Zurzeit fungiert er als Leiter des Instituts für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (www.icae.at) sowie als Herausgeber des Heterodox Economics Newsletter.

Mehr Information: www.heterodoxnews.com

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit Wissenschaft und Verantwortung (WuV), OrgSoc - Forschungsplattform Organizations & Society und das Haus der Begegnung
 statt.
capitalism kills love
capitalism kills love

26.4.2016 #diskursiv: Urban Recycling: Migration bewegt die Stadt mit Erol Yildiz

Bäckerei: Der Soziologe Erol Yildiz war unser Gast in der Bäckerei.

Der Beitrag von Migration zur Stadtentwicklung und Urbanität kommt im öffentlichen Diskurs kaum vor – wenn überhaupt, dann als Abweichung von der hiesigen Normalität. So geraten migrationsgeprägte Viertel – manchmal sind es nur einzelne Straßenzüge – pauschal ins Gerede, werden zum Symbol einer verfehlten Integration stilisiert.
Ein Blick über österreichische Grenzen hinaus zeigt, dass ein pragmatischer Umgang, der Migration und Diversität als urbane Ressource betrachtet, zeitgemäßer und zukunftweisender ist. Der ewige Mythos der Sesshaftigkeit verdeckt, dass räumliche Mobilität eine urbane Grunderfahrung ist, Städte schon immer geprägt hat und migrationsbedingte (kulturelle) Diversität ein Hauptcharakteristikum von Urbanität darstellt. Menschen, die migrieren, schaffen (kulturelle) Räume, die sich sowohl von denen unterscheiden, die verlassen, als auch von denen, die neu bezogen wurden. Wir leben mit Diversität und wir leben gut damit!

Erol Yildiz studierte von 1982 bis 1984 Philosophie, Soziologie und Pädagogik und von 1984 bis 1990 Pädagogik, Soziologie und Psychologie an der Universität zu Köln. Er wurde 1996 im Fach Soziologie mit einer Arbeit zum Thema „Halbierte Postmoderne. Probleme des Minderheitendiskurses in der BRD unter Berücksichtigung alternativer Ansätze in den Niederlanden“ promoviert. 2005 habilitierte sich Erol Yildiz an der Universität zu Köln für das Fach Soziologie zum Thema „Kosmopolitane Moderne. Die Öffnung der Orte zur Welt“. Erol Yildiz war Gastprofessor in Luxemburg, München und hatte eine Vertretungsprofessur in Hamburg. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragte an der Universität Wien. Erol Yildiz war bis Februar 2014 Professor für den Schwerpunkt „Migration und Interkulturelle Bildung“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und ist seit März 2014 an der Universität Innsbruck.

Erol Yildiz
Erol Yildiz