Die Szene liest: Part IV mit Grammophon, Swing und Dj Wuthe

29. September/ Treibhaus: “Die Szene liest”, diesmal mit DJ Stephan Wuthe am Lesepult und am Grammophon.

Stephan Wuthe 1966 in Berlin geboren, seit 35 Jahren der Schellackplatte als Sammler treu, ausgebildet als Theaterplastiker, Mode- und Screendesigner, hat seine Leidenschaft für die Musik und das Lebensgefühl des Swing zu seinem Beruf gemacht: als Autor, Journalist, als Herausgeber und Bearbeiter historischer Swing-Serien auf CD, als Berater aktueller Swing-Orchester und Swing-Showtänzer und als europaweit tätiger DJ für Swing-Abende:

Mittlerweile von Stockholm bis Cannes, von Budapest bis London auf Festivals und Workshops – sowohl als Swingtänzer (Social Dancer), DJ und Referent zu Themen der Jazz- und Jazztanzgeschichte – gebucht, hat er nicht nur eine unermessliche Sammlung von Fotos, Platten, Dokumenten zusammengetragen. Er hat auch etliche Sängerinnen und Musiker getroffen, deren abenteuerliche Geschichten über die Zeit der dreißiger und vierziger Jahre in sein Buch „SWINGTIME IN DEUTSCHLAND“ (Transit Verlag, 2012) einfließen. Es war ein großes Vergnügen, die schönen Seiten vergangener Jahrzehnte auf amüsante, aber auch kritische Weise zu transportieren und in die spannende Geschichte von Swing einzutauchen, in eine Szene mit einer langen gegen- und jugendkulturellen Tradition.

 

 

 

Diese Veranstaltung war in Kooperation mit Shake, Rattle & Swingtanz Innsbruck.

http://www.swingtime.de/

https://www.facebook.com/shake.rattle.and.swingibk

Stephan Wuthe
Stephan Wuthe

 

Die Szene liest: Part III - Berlin Techno zwischen Kommerz und Gentrifizierung

In Wirklichkeit waren elektronische Musik und die nächtliche Subkultur des Ausgehens – jenseits von sozialen Utopien und Loveparade – nie kreativer und interessanter als heute. Und nie so an einem Ort konzentriert: Jedes Wochenende bevölkern junge Leute aus ganz Europa ein paar Kilometer am Berliner Spreeufer; sie kommen mit Billigfliegern und bleiben nicht selten, bis die letzte Afterhour nach Tagen fast wieder ins nächste Wochenende mündet.

Tobias Rapp (Spex,TAZ, Jungle World), Popredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" und Autor des Buchs “Lost and Sound” las und sprach über den Berliner Techno-Underground, über die Kultur und Gentrifizierung sowie über die ewige Schönheit der gerade 4/4-Bassdrum am 25. Oktober 2013 im Tante Emma Club, Innsbruck.

Tobias Rapp (Foto: Florian Lechner/www.florianlechner.com)

Musikalischen support gibt es von Metope (LIVE) (Areal Records Berlin/ IRR/ Beachcoma). Er präsentierte sein neues Album “Black Beauty”.

Metopes Lieder wirken manchmal als würden sie ihr digitales Dasein in etwas Lebendiges verwandeln wollen. Unfähig dieses zu erreichen versuchen sie sich vorzustellen wie das ist indem sie Bitreduzierungs-Prozesse zur Simulation halb vergessener Gedanken benutzten. Nach Jahren des Rechnens und der Kommunikation mit einem längst vergessenen Herrscher namens „Sid“ waren sie noch immer nicht zufrieden und wussten noch immer nichts über das „Menschgefühl“, ja hatten noch nicht mal den Ansatz einer Ahnung.
Eines Tages jedoch sollte diese ermüdende Situation ihr Ende finden. Metope spielte einige schöne, etwas melancholische Akkorde, nahm sie auf und drehte fast durch als er merkte was geschehen war………

 

“my love feels digital“ sagte er sich …my “digital feels love“ erschien auf dem Monitor.

Metope ist seit fast 20 Jahren Musikproduzent. Im Jahre 2001 gründete er mit seinen Freunden Basteroid und Konfekt das Label Areal Records auf dem so gleich die ersten Releases von ihm erschienen und er auch begann live in den Clubs und auf den Festivals dieser Welt aufzutreten. 2005 erschien das erste Album “Kobol” von Metope und zur gleichen Zeit begann Metope auch seine Arbeit als Remixer für diverse Künstler wie Gabriel Ananda, Lexy, Fairmont, Marcin Czubala oder Depeche Mode. In 2007 folgten erste gemeinsame Live-Shows mit Ada und mit den Cereal Killers (mit Ada, Fairmont und Pan/Tone) In 2008 dann die Gründung des Areal-Sublabels IRR, dass mit seinen ersten Releases von John Daly, DJ Koze und Ada sich direkt erfolgreich etablieren konnte. Ende 2009 begann Metope auch als DJ aufzulegen und auch ein kombiniertes Live/DJ-Set zu erproben, in dem er mit der Native Maschine live über ein zeitgleich und synchron gespieltes DJ-Set spielt. Es folgte ein weiteres neues Kapitel mit dem Label Beachcoma. Mit seinen beiden kanadischen Label- Mitbetreibern Fairmont und Pan/Tone spielt er ab November 2010 auch in einem gemeinsamen Liveset als “Beachcoma” (live)

http://www.areal-records.com

http://www.omega-oz.de

Local heroes:

Kevin Ohner (LIVE) (Kazantip)
soundcloud.com/kevin_ohner

Asumi (Tyrolean Dynamite/Pyjamas)
www.facebook.com/TyroleanDynamiteKollektiv 

www.myspace.com/tyroleandynamite

Tante Emma Djs
https://www.facebook.com/TanteEmmaClub